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O-Ton von Manuel Bauer

Veröffentlicht am 26. September 2026, 06:25 Uhr

Aufgenommen während der WorldSkills 2026 in Shanghai.

Betonbau
Burgenland Bauakademie Wien
„Es war sehr, sehr sportlich. Es sind auch nur vier Teams dazu gekommen, alle Werkstücke zu machen – und wir sind eines davon.“
Aus dem Transkript: Frage: Manuel Bauer, du bist Experte bei den Betonbauern. Für die Burschen geht es heute noch einmal um alles. Was ist jetzt auf den letzten Metern entscheidend für sie? Manuel Bauer: Die Ruhe. Die Ruhe und die Ausdauer, die dürfen jetzt nicht ausgeh…
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Frage: Manuel Bauer, du bist Experte bei den Betonbauern. Für die Burschen geht es heute noch einmal um alles. Was ist jetzt auf den letzten Metern entscheidend für sie?

Manuel Bauer: Die Ruhe. Die Ruhe und die Ausdauer, die dürfen jetzt nicht ausgehen.

Frage: Wenn man so drüberschaut, hat man das Gefühl, es schaut ganz gut aus. Wie ist dein Eindruck? Wie ist es ihnen in den letzten Tagen ergangen?

Manuel Bauer: Das war sehr, sehr anstrengend. Es sind die letzten Kräfte, das merkt man. Das hat man gestern am Abend gemerkt. Aber sie sind nach wie vor hochmotiviert und machen weiter.

Frage: Wie viel hilft es jetzt auch, wenn in den nächsten Minuten die Fans kommen, die Freunde, die Familien und die Arbeitgeber? Wie viel Energie setzt das auf den letzten Metern noch einmal frei?

Manuel Bauer: Ich denke, schon sehr viel. Es ist sehr, sehr wichtig, dass die Eltern und die Leute von der Firma da sind.

Frage: Wie haben denn die Burschen in den letzten Tagen geschlafen? Wie hat das Ganze in der Früh ausgesehen? Mit welcher Energie sind sie in den Wettbewerb gegangen?

Manuel Bauer: Wie sie geschlafen haben, kann ich nicht sagen, das weiß ich nicht. Aber in der Früh waren sie sehr motiviert und sind jeden Tag toll in den Bewerb gestartet.

Frage: Was genau waren ihre Aufgabenstellungen?

Manuel Bauer: Die Aufgabenstellungen waren zum einen eine hohe Wand in Kreuzform mit einer sehr schwierigen Aussparung in der Mitte. Dann war eine Treppe zu schalen, deren Untersicht aus einem Bogen besteht. Dazu kamen ein sechseckiger Tisch, der sich in der Mitte verjüngt und unten wieder breiter wird, ein Bild aus Beton, in das eine Matrize mit der Zahl 26 eingelegt wird, und der Bewehrungskorb einer Säule.

Frage: Und das alles, muss man sagen, in gerade einmal vier Wettkampftagen. Das ist ja Wahnsinn, oder?

Manuel Bauer: Genau: in 22 Stunden fünf Module. Es war sehr, sehr sportlich. Es sind auch nur vier Teams dazu gekommen, alle Werkstücke zu machen – und wir sind eines davon.

Frage: Das klingt ja fast ein bisschen danach, als dürften wir hier zumindest hoffen.

Manuel Bauer: Hoffen tun wir immer.

Frage: Du bist zum ersten Mal Coach, kommst aus dem Burgenland und bist in Wien bei der Bauakademie tätig. Du könntest also gleich mehreren Bundesländern zu einer möglichen Medaille verhelfen. Wie sehr würde dich das persönlich freuen?

Manuel Bauer: Mich würde es sehr freuen. Natürlich ist es wunderschön, wenn man nachher die Früchte von dem ernten kann, was man gesät hat. Das ist einmalig.

Frage: Ganz kurz noch: Was ist am Betonbau so schön?

Manuel Bauer: Die Vielfalt. Es ist alles möglich, jede Form. Mir gefällt es – etwas anderes kann ich dazu nicht sagen.

Frage: Was sollen dir die Burgenländerinnen und Burgenländer nach Shanghai schicken? Was braucht ihr jetzt noch auf den letzten Metern?

Manuel Bauer: Hallo, liebes Burgenland, drückt uns die Daumen. Heute geht es um die Medaille für den Betonbau in Shanghai.