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O-Ton von Thomas Landl

Veröffentlicht am 25. September 2026, 15:25 Uhr

Vater von Fliesenleger Andreas Landl
„INTERVIEWER: Bei mir ist gerade der Thomas.“
Aus dem Transkript: INTERVIEWER: Bei mir ist gerade der Thomas. Thomas, stell dich einmal vor. Wer bist du, wem drückst du hier die Daumen und wo bist du gerade? THOMAS LANDL: Ich bin der Papa vom Andreas, vom Fliesenleger. Natürlich drücke ich ganz Österreich die Daume…
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INTERVIEWER: Bei mir ist gerade der Thomas. Thomas, stell dich einmal vor. Wer bist du, wem drückst du hier die Daumen und wo bist du gerade?

THOMAS LANDL: Ich bin der Papa vom Andreas, vom Fliesenleger. Natürlich drücke ich ganz Österreich die Daumen, aber ganz besonders ihm. Er werkt hier seit einigen Tagen in Shanghai bei den Berufsweltmeisterschaften und gibt alles.

INTERVIEWER: Wie stolz macht das den Papa?

THOMAS LANDL: Unheimlich stolz natürlich. Das ist etwas, das nicht viele erleben dürfen und können. Es ist natürlich ein Wahnsinn.

INTERVIEWER: Beschreib einmal allen, die nicht wissen, was hier gerade abgeht, wie groß diese Dimension ist, wie viele Menschen hier sind und wie international das Ganze ist.

THOMAS LANDL: Man kann es sich eigentlich nicht vorstellen. Wenn man das erste Mal da ist: Das ist so riesig, so viele Leute. Unglaublich, wie in einem Film. Irgendwie nicht real, aber doch. Es ist ganz gewaltig.

INTERVIEWER: Wenn man als Papa den Sohn arbeiten sieht – und er kämpft da richtig rein, es geht um jeden Millimeter –, was geht in dir vor?

THOMAS LANDL: Ich glaube, dieselbe Anspannung wie bei ihm. Man ist trotzdem nervös und hofft natürlich auf das Beste und darauf, dass er keinen Fehler macht. Man ist Außenstehender, aber man fiebert voll mit. Das ist Anspannung pur.

INTERVIEWER: Ich habe vorher den Eindruck gehabt: Am liebsten würdest du über diese Mauer springen und ihn ein bisschen unterstützen, oder?

THOMAS LANDL: Ich glaube, da kann ich genau gar nichts tun.

INTERVIEWER: Jetzt geht es in den nächsten Stunden weiter. Worauf kommt es noch an, damit er das gut über die Ziellinie bringt?

THOMAS LANDL: Auf alle Fälle fertig werden, so sauber wie es geht, die Maße einhalten, sein Ding abliefern, einen guten Zeit- und Trennplan haben und einfach durchziehen. Dann schauen wir, was rauskommt.

INTERVIEWER: Was geht in ihm vor? Hat er Kontakt mit euch gesucht, gesagt, dass er etwas vermisst, oder erzählt, wie gut er schläft?

THOMAS LANDL: Eigentlich hatten wir ziemlich wenig Kontakt mit ihm, nur gerade in den Pausen ein bisschen. Sonst kann man überhaupt nicht zu ihm. Seit wir da sind, haben wir vorher null Kontakt mit ihm gehabt, nur in den Pausen. Er wirkt ziemlich relaxed, er hat seinen Plan. Aber natürlich ist er genauso angespannt, das merkt man auch. Es gehört auch so. Es passt, und er hat noch ein paar Stunden bis zur Fertigstellung.

INTERVIEWER: Thomas, magst du noch ganz kurz Österreich grüßen?

THOMAS LANDL: Guten Morgen, Österreich! Hier ist Thomas Landl von den WorldSkills in Shanghai. Ich drücke gerade meinem Sohn die Daumen.

INTERVIEWER: Und du bist auf einer Skala von eins bis zehn wie angespannt?

THOMAS LANDL: 15. Nein, Vollgas – zehn.